Transformation gelingt nur im Dialog: Klimakommunikation zwischen Wirtschaft, Politik und Bevölkerung
Transformation scheitert selten an Technik allein, sondern oft an fehlendem Vertrauen, späten Informationen und verhärteten Debatten. Tina und Rüdiger Straub zeigen praxisnah, wie Klimakommunikation Akzeptanz schafft: mit klarer Strategie, Dialog und guter Krisenvorbereitung.
Die Energie- und Klimawende wird nicht allein durch Technik gelingen. Sie entscheidet sich dort, wo abstrakte Ziele konkret werden: in Gemeinden, an Unternehmensstandorten, beim Ausbau von Netzen, bei neuen Energieanlagen, Speicherprojekten oder Infrastrukturvorhaben, die Menschen unmittelbar betreffen. In ihrem Vortrag zeigen Tina Straub und Rüdiger Straub, Geschäftsführende der Kommunikationsagentur Straub & Straub, warum erfolgreiche Transformation vor allem eine Frage von Vertrauen, Klarheit und glaubwürdigem Dialog ist. Sie sprechen darüber, wie Unternehmen, Politik und Projektverantwortliche Akzeptanz aufbauen, relevante Stakeholder frühzeitig einbinden und Bürgerdialoge so gestalten können, dass sie Orientierung schaffen, statt erst dann zu reagieren, wenn Konflikte bereits hochkochen.
Dabei bleibt der Vortrag bewusst praxisnah: Wie sollte eine Projektwebsite aufgebaut sein, damit sie informiert, Vertrauen schafft und Fragen wirklich beantwortet? Welche Rolle spielen Social Media, lokale Medien und Direktkommunikation in Gemeinden? Wie bereitet man Bürgerdialoge, Infoveranstaltungen oder persönliche Gespräche so vor, dass sie nicht defensiv wirken, sondern echte Verständigung ermöglichen? Und welche Inhalte brauchen unterschiedliche Zielgruppen: von Anwohnenden über Kommunalpolitik bis zu Medien und Multiplikatoren?
Im Mittelpunkt stehen typische Herausforderungen der Klimakommunikation:
- Wie lassen sich komplexe Projekte verständlich erklären?
- Wie geht man mit Sorgen, Widerstand und emotionalen Debatten um?
- Welche Rolle spielen Fairness, Transparenz, lokale Interessen und gesellschaftliche Erwartungen?
- Welche Stakeholder müssen wie involviert werden?
- Wie sehen gute Dialogveranstaltungen aus?
- Und warum reicht es nicht, nur Fakten zu liefern?
Der Vortrag gibt konkrete Einblicke in Akzeptanzkommunikation, Stakeholder-Management, Beteiligungsverfahren und den Umgang mit Kritik, Unsicherheit und Desinformation. Er zeigt, wie Kommunikation praktisch aufgesetzt werden kann – von der strategischen Botschaft über Q&A, Website, Dialogformate und Social Media bis zur schnellen Reaktion im Krisenfall.
Denn Konflikte sind kein Störfall der Transformation. Entscheidend ist, ob sie früh erkannt, ernst genommen und kommunikativ gut begleitet werden.
Sprechende (2)
Tina Straub
Geschäftsführerin, Straub & Straub GmbH
Rüdiger Straub
Geschäftsführer Straub & Straub GmbH