Die Powertage, Plattform für die Elektrizitätswirtschaft, die vom 3. bis 5. Juni 2008 im Messezentrum Zürich stattfinden, sind der wichtigste Branchen-Anlass des Jahres. Die 139 Aussteller, die sich in den Hallen 5 und 6 präsentieren, garantieren einen umfassenden Branchenüberblick.
Die Powertage finden zur richtigen Zeit statt
Das Thema der Strommarktöffnung ist in aller Munde und allgegenwärtig. Mit der Öffnung des schweizerischen Strommarktes beginnen europäische Energiekonzerne die Schweiz als interessante Geschäftsmöglichkeit zu betrachten. Durch Veränderungen auf politischer Ebene stellen nicht nur neu europäische Stromversorgungsunternehmen wie zum Beispiel
E. ON und EnBW aus, sondern vermehrt auch mehr schweizerische Energiehändler, die sich ebenfalls auf dem Markt orientieren und behaupten müssen. Die Besucher stammen vorwiegend aus Elektrizitätsversorgungsunternehmen, aus der Industrie, dem Dienstleistungssektor sowie aus Behörden, der Forschung, Entwicklung und Planung. Sie treffen auf der Marktplattform ein umfassendes Angebot von Anbietern der Elektrizitätswirtschaft in den Bereichen Erzeugung, Übertragung und Verteilung von Energie, Stromhandel- und –vertrieb, Leittechnik, Netz- und Leitungsbau, Energie-Management, Messdaten-Management sowie Hochschulen und Forschung.
Powertage-Forum: Branchen-Informationen aus erster Hand
Neben der Messe, die neu jeweils ab 11.00 Uhr öffnet, findet wie gewohnt das Forum am Vormittag statt. Spezialisten aus der Energiewirtschaft, den Bundesbehörden und der Politik referieren kompetent über das aktuelle Marktgeschehen.
Dienstag, 3. Juni 2008
Patronat: Energietechnische Gesellschaft (ETG) von Electrosuisse
Tagesthema: Innovative Lösungen bei elektrischen Energieübertragungen und –verteilung
Der erste Tag, welcher der Romandie gewidmet ist, beleuchtet in vier Präsentationen technische Bereiche aus der elektrischen Energieübertragung.
Die Industriellen Betriebe Genf (SIG) und die Romande Energie (RE) haben unter Einsatz verschiedener StreamX-Module ein neues Konzept für die leittechnischen Systeme von HS/MS-Umformerstationen eingeführt. Je nach Anlagenkonfiguration wurden mehrere Kommunikationsschnittstellen und diverse Protokolle eingesetzt. Über diese Erfahrungen wird am Powertage-Forum informiert.
Ausgehend von Skandinavien und Italien, beginnen mehr und mehr europäische EVU’s den bestehenden Zählerpark durch «Smart Meters» zu ersetzen. Mit der Kombination neuster Zähler- und Kommunikationstechnologien will man einerseits die Liberalisierung des Energiemarkts unterstützen, andererseits soll damit auch die Grundlage für eine effizientere Energienutzung geschaffen werden.
Die Entwicklung der Metall- und vor allem der Kupferpreise in den letzten Jahren haben die Hersteller und Anwender von Kabeln zur Verteilung und zum Transport elektrischer Energie dazu veranlasst, ihre Beschaffungsstrategien sowie die Abläufe unter die Lupe zu nehmen. Dabei wurde dazu übergegangen, vermehrt Aluminium einzusetzen. Diese grundlegende Änderung bedarf auf technischer, wirtschaftlicher und finanzieller Ebene einiger Erklärungen.
Die letzte Präsentation des Vormittags ist der Vorausberechnung der magnetischen Strahlung von Niederfrequenzanlagen mittels der Methode finiter Elemente in 3-D (FLUX-Software) im Rahmen der Anwendung der NISV gewidmet. Zum einen werden die spezifischen Auflagen beschrieben, die mit der Modellierung mittels finiter Elemente von industriellen Ausrüstungen wie HS-Leitungen oder MS/NS-Schaltanlagen in Zusammenhang stehen, um die Fernfelder genau ermitteln zu können und mit praktischen Berechnungsfällen veranschaulicht. Weiter werden Methoden zur Verringerung der Strahlung beschrieben und die Simulationsergebnisse mit den gemessenen Werten verglichen. Zum Schluss werden die laufenden Entwicklungen im Rahmen der Strahlungsvoraussage bei Industrieanlagen vorgestellt.
• Journée Romande: Alle Referate werden an diesem Tag auf Französisch mit deutscher Simultanübersetzung vorgetragen.
• ab 16.00 Uhr: Generalversammlung Swiss Technology Network
Mittwoch, 4. Juni 208
Patronat: Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE)
Tagesthema: Elektrizitätswirtschaft im Spannungsfeld von Strommarkt und Stromlücke
Am 4. Juni steht das Forum der Powertage unter dem Patronat des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen. Namhafte Persönlichkeiten aus der Strombranche, Wissenschaft und von den Bundesbehörden äussern sich zur «Elektrizitätswirtschaft im Spannungsfeld von Strommarkt und Stromlücke». Walter Steinmann, Direktor des Bundesamts für Energie, betrachtet die Schweiz im europäischen Strombinnenmarkt. Weiter analysiert Antonio M. Taormina, Atel, die aktuelle Situation und die zukünftige Entwicklung des Stromhandels zwischen der Schweiz und der EU. Hans-Jörg Schötzau, Vizepräsident der Elektrizitätskommission (ElCom) berichtet über die ersten Erfahrungen und zieht eine erste Bilanz, seitdem die Kommission ihre Tätigkeit aufgenommen hat. Das Thema «Marktöffnung und Chancen für kleine und mittlere Unternehmen» umreisst Gian Franco Lautanio, Industrielle Betriebe Interlaken, in seinem Referat. Abschliessend spricht Ralph Eichler, Präsident der ETH Zürich, über die «Forschung für eine nachhaltige Lösung der grossen Zukunftsprobleme».
• ab 12.00 Uhr: Generalversammlung Electrosuisse
Donnerstag, 5. Juni 2008
Patronat: Schweizerischer Wasserwirtschaftsverband (SWV
Tagesthema: Strategien und Technologien in der Stromproduktion
Dass Energie heute und in absehbarer Zukunft ein Schlüsselthema ist, ist wohl weitgehend unbestritten. Ob Strom als Energieträger seine Schlüsselposition gegenüber heute ausbauen wird oder ob seine Nachfrage herabgesetzt werden kann, wird schon unterschiedlich beurteilt. Und über die Frage, wie der künftige Strommix aussehen solle, werden hitzige, oft ideologisch begründete Glaubensdebatten, geführt.
Die vier Beiträge stehen in Zusammenhang mit vier brennenden Fragen der künftigen Stromproduktion:
• welche Rolle wird der Strom im künftigen Energiemix spielen?
• Welche Rolle kommt der Stromspeicherung zu und welche Technologien stehen dazu zur Verfügung
• Welches Optimierungspotential besteht bei der Wasserkraft als massgebendste erneuerbare Stromquelle
• Wie lassen sich die Forderungen für den Klimaschutz bei fossil thermischen Anlagen noch besser berücksichtigen
Die Energietechnische Fachgesellschaft (ETG) von Electrosuisse, die Verbände Schweizerischer Wasserwirtschaftsverband (SWV), Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) sowie Swiss Technology Network (swissT.net) unterstützen die Powertage 2008.